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Trinkwasser

vom Wasserbeschaffungsverband Eiderstedt

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Mineralwasser

Über die Vergleichbarkeit von Trinkwasser aus dem leitungsgebundenen Versorgungsnetz und Mineralwasser aus Flaschen lässt sich trefflich streiten.

In der Regel weist Mineralwasser einen deutlich höheren Gehalt an Mineralstoffen auf. Hierin sehen eine Vielzahl von Verbrauchern den größten Unterschied. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass die Mineralstoffzufuhr in der BRD im Allgemeinen mehr als ausreichend ist und weitgehend über die feste Nahrung erfolgt. Um beispielsweise die Calcium- und Magnesiumzufuhr über Mineralwasser zu decken, müssten im Durchschnitt etwa sechs Liter Mineralwasser pro Tag getrunken werden bzw. etwa die zwei- bis vierfache Menge Trinkwasser.

Glas

Darüber hinaus weist Mineralwasser gegenüber Trinkwasser vielfach einen höheren Natriumgehalt auf, der heute eher als unerwünscht angesehen wird. Auch ist der Kohlensäureanteil bei Flaschenwasser voreingestellt, man unterscheidet hier zwischen stillem, kohlensäurearmem und kohlensäurehaltigem Wasser. Bei Trinkwasser kann man eine Dosierung nur mittels zusätzlichen Sprudlern durchführen, dann jedoch in einer frei wählbaren Menge.

Der Preis bildet beim Mineralwasser ein wichtiges Instrument zur Imagebildung und Beeinflussung der Kaufentscheidung. Je höher der Preis eines Produktes ist, desto höher wird die Qualität eingeschätzt. Der direkte Vergleich zwischen Trink- und Flaschenwasser kann bei ausgeprägtem Preisbewusstsein nie zugunsten des Mineralwassers ausfallen. Allein durch die hohen Herstellkosten (Flaschenabfüllung, -reinigung, -entsorgung) und die immensen Transportkosten (teilweise wird Flaschenwasser aus Frankreich importiert!) sowie die Gewinnspannen der Händler, sind Mineralwässer um mehr als das Hundertfache teurer als leitungsgebundenes Trinkwasser. Berechnet man zum Trinkwasserpreis noch den Abwasserpreis hinzu so erhält man in unserem Verbandsgebiet im schlechtesten Fall einen Literpreis von rund 0,4 Cent gegenüber von Flaschenwasser mit überschlägig 40 Cent.

Bei einem täglichen Verbrauch von nur zwei Litern ergeben sich über den Zeitraum von einem Jahr gesehen schon Mehr- bzw. Minderkosten von rund 290 Euro. Eine Entscheidung für den Kauf, das Transportieren und Einlagern von Kisten mit Flaschenwasser heißt für uns: Hier hat nicht unbedingt die Qualität, sondern wohl der andere Geschmack seinen Preis!

Eine wissenschaftliche Studie zur ernährungsphysiologischen Bedeutung von Trink– und Flaschenwasser in Deutschland, finden Sie unter:  http://www.forum-trinkwasser.de